LG Bad Soden / Sulzbach / Neuenhain

Sieben auf einen Streich für Margret Göttnauer (HK-Art-SenEM)

Artikel aus dem Höchster Kreisblatt vom 27.9.2019:

Venedig/Schwalbach – Gleich mit sieben Medaillen kehrte Margret Göttnauer (LG Bad Soden/Sulzbach/Neuenhain/W 65) von der Senioren-Leichtathletik-Europameisterschaft aus Venedig zurück. Gold gab es für sie über 5000 m, in den Mannschaftswettbewerben des Crosslaufes und Halbmarathon. Abgerundet wurden die „Goldstücke“ mit jeweils zwei Silber – und Bronzemedaillen.

„Das ich mit einer solchen Bilanz die Heimreise antrete, damit habe ich nicht gerechnet“, bekennt Margret Göttnauer. Der Blick vor der EM ins Internet, um sich über die Zeiten der Konkurrenz zu informieren, eröffnete allenfalls Chancen auf Silber und Bronze. Doch die Wahrheit liegt eben doch auf der Bahn oder im Gelände. Für die LG-lerin war es schon ein hartes Programm, bei dem das Wetter längst nicht immer mitspielte. Margret Göttnauer absolvierte fünf Wettkämpfe an sieben Tagen.

Die stärkste Leistung lieferte Margret Göttnauer über die 5000 m ab. „Das war praktisch ein Start-Ziel-Sieg. Es gelang mir, sehr gleichmäßig ein zügiges Tempo mit guten Zwischenzeiten zu laufen. Ich hatte immer auf einen Angriff der Schwedin Lubov Pospeshina gewartet. Doch der kam nicht", beschrieb die LG Athletin den Rennverlauf. Am Ende war die Mission-Gold nach 22:15,56 Minuten erfolgreich vor der Schwedin in 22:29,54 Minuten abgehakt.
Goldmedaille Nummer zwei und drei gewann sie in den Mannschaftswettbewerben Cross mit Gerlinde Kolesa und Elfriede Ganter und im Halbmarathon mit Elfriede Ganter und Lilo Hartenberger.

Eine Silbermedaille gab es mit der 4 x 100 m National-Staffel mit Maria Ertl, Elfriede Ganter und Marie Brigitte Nittel. „Mit Maria Ertl hatten wir nur eine echte Sprinterin dabei. Wir haben fast aus dem Stand gewechselt“, berichtete Margret Göttnauer. Dennoch hat es mit 1:17,34 Minuten zu Silber gereicht.

Margret Göttnauer stieg gleich am ersten Wettkampf mit einem Medaillengewinn ein. Es war Silber über die 1500 m. Dabei ging sie das Rennen mutig an, setzte sich lange Zeit an die Spitze des Feldes. Am Ende aber musste sie Gold jedoch Gerlinde Kolesa überlassen. Mit der Zeit von 6:09, 01 Minuten war Silber sicher. „Mit dieser Zeit war ich schneller als bei den „Deutschen“, zeigte sich die Vize-Europameisterin zufrieden.

An Tag zwei wartete Margret Göttnauer mit dem Gewinn der Bronzemedaille im Crosslauf über 4 km auf. Sie lief 17:07 Minuten nur eine Sekunde von Silber, das in 17:06 Minuten an die Britin Dorothy Kesterton ging, entfernt. „Das war ein Lauf zu Lande und zu Wasser“, erläuterte Göttnauer die sehr widrigen äußeren Bedingungen., die auch nach dem Rennen anhielten. So erfolgte die Siegerehrung erst sechs Stunden nach dem Wettkampf. Das Warten war sehr unangenehm. Diese Umstände waren für Margret Göttnauer dann auch Anlass, den Start für die 10 000 m – mit Aussicht auf eine vordere Platzierung – am nächsten Tag abzusagen.

Ihre Medaillensammlung setzte sie auch am letzten Wettkampf fort. So gab es für sie im Halbmarathon (Einzel) mit 1:46,32 Std. eine weitere Bronzemedaille. Auch diesmal galt es sich wieder mit dem schwülwarmen Wetter bei trockener Hitze und ohne Schatten wieder mehr mit den Witterungsbedingungen auseinander zu setzen als mit den Gegnerinnen. „Die angebotenen Wasserflaschen habe ich während des Laufes über den ganzen Körper gegossen“, war Margret Göttnauer froh, eine „Dusche“ nehmen zu können.
Trotz aller Wettkampfbelastung war mit Ehemann Werner auch noch Sightseeing in Venedig und Umgebung angesagt. (rmü)

FM