LG Bad Soden / Sulzbach / Neuenhain

Hammerwerfer Konstantin Steinfurth Achter im DM-Finale (HK-Art-DM Berlin)

Artikel aus dem Höchster Kreisblatt vom 6.8.2019:



Berlin/Main-Taunus- Mit unterschiedlichen Resultaten kehrten Hammerwerfer Konstantin Steinfurth (LG Eppstein/Kelkheim) und 400 m–Mann Kai Strauch (LG Bad Soden/Sulzbach/Neuenhain) von ihrer Premiere bei den 119. Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften aus dem Berliner Olympiastadion zurück. Konstantin Steinfurth erreichte mit 61,51m das Finale und wurde Achter. Langsprinter Kai Strauch musste im Vorlauf nach 48,29 Sekunden als Sechster die Segel streichen.
„Mit meiner Leistung bin ich zufrieden. Ich habe mein Ziel, ins Finale einzuziehen, erreicht“, meinte der 22-jährige Student.
Für ihn war sein Auftritt im Berliner Olympiastadion die Erfüllung eines Traumes. Er hat die stimmungsvolle Atomsphäre im Stadion genossen.

Den Wettkampf zu bestreiten, war für den Eppsteiner schwierig. So reiste er erst in der Nacht von Freitag auf Sonnabend an. „Für das Studium musste ich noch arbeiten. Das war als Vorbereitung auf den Wettkampf nicht gerade förderlich. Die Zeit bis zum Wettkampf am Samstag um 11 Uhr war einfach zu kurz.
Dennoch gelang Konstantin Steinfurth ein guter Start. Mit 61,32m aus dem ersten Versuch lag er auf Platz sechs. Im zweiten Versuch schleuderte der das 7,26 kg schwere Gerät auf 61,51m. Doch die Konkurrenten konterten. Am Ende zogen Tom Brack (TSV Bayer o4 Leverkusen) mit 61,70 m und Yosef Alqawati (MTG Mannheim) mit 61,64 m vorbei. Den Mannheimer hatte Steinfurth bei den Süddeutschen noch bezwingen könne. Doch eines zeichnete sich auch ab - mit zunehmender Wettkampfdauer fehlte es an Spannung. Versuch Nummer drei und vier landeten bei 59,70m und 58,83m . Das Bemühen, an die Saisonbestleistung von 63,96m noch heranzukommen, gelang nicht. „Bei mir haben sich Fehler eingeschlichen. Bei der Drehung habe ich den Eingang nicht getroffen und war auch im Oberkörper zu unruhig“, analysierte Konstantin Steinfurth seinen ersten DM-Auftritt. Platz sechs war durchaus drin – davon war er nur 20 Zentimeter entfernt.

Hessen-Meister Kai Strauch kehrte aus Berlin nach Lars Hieronymi (LG OVAG Friedberg/Feuerbach) mit 48,29 Sekunden als zweitschnellster von vier hessischen Startern über die 400 m zurück. Hieronymi lief 47,98 Sekunden. Strauch lief in seinem Halbfinale auf Bahn acht, hatte also keinen Läufer vor sich an dem er sich orientieren konnte. "Ich bin die ersten 300 m schnell angegangen. Das war ein hohes Risiko. Vielleicht war es etwas zu schnell. Aber ich musste dieses Risiko eingehen", beschrieb der Student seinen Lauf. Er blieb mit seiner Zeit von 48,29 Sekunden knapp über seiner Bestzeit von 47,78 Sekunden. "Diese wollte ich natürlich verbessern, aber es hat nicht ganz gereicht. Mit meiner DM-Premiere aber war ich zufrieden", meinte Strauch, der die gute Stimmung im Stadion bei aller Anspannung in vollen Zügen genoss. Im Gesamtklassement von 23 Startern gab es für Kai Strauch Platz 17.
Zufrieden war auch LG-Trainerin Sabine Müller. Sie hatte ihrem Schützling geraten, volles Risiko zu gehen. Das habe er befolgt und mit einem guten Resultat abgeschlossen. "Kai hat alles versucht", meinte die LG-Trainerin. (rmü)


FM