LG Bad Soden / Sulzbach / Neuenhain

Kompletter DM-Medaillensatz für Margret Göttnauer -Viermal Bronze für Anne Reuschenbach- (HK-Art

Artikel aus dem Höchster Kreisblatt vom 17.7.2019:


Main-Taunus- Vier Starts und dabei einen kompletten Medaillensatz abgeräumt – das war die Bilanz von Margret Göttnauer (LG Bad Soden/Sulzbach/Neuenhain/ W 65) bei den deutschen Senioren-Leichtathletik-Meisterschaften des letzten Wochenendes in Leinefelde-Worbis (Thüringen). Gleich viermal Bronze gab es für Anne Reuschenbach. (W 35). Mit einer Silbermedaille trat auch Weitspringer Volker Lellek (SG DJK Hattersheim/M 55) die Heimreise an. Vereinskameradin Katja Popanda (W 50) legte mit einer Bronzemedaille im Dreisprung der W 50 eine glänzende DM-Premiere hin.

Für Margret Göttnauer war die DM bei unterschiedlichem Wette (Regen und schwüle Luft) ein hartes Stück Arbeit. Am ersten Wettkampftag standen die 800 m und die 5000 m innerhalb von knapp vier Stunden auf dem Programm. Über die 800 m gab es für die letztjährige Vizemeisterin diesmal in 2:57,90 Minuten hinter Rita Schubert (VfL Brandenburg) in 2:57,76 Minuten Bronze. „Mit der Zeit bin ich absolut zufrieden, da ich in dieser Saison mehr für die Langstrecke trainiert habe“, meinte die LG-Athletin.

Das Training für die Langstrecke hat sich jedoch voll ausgezahlt. So konnte Margret Göttnauer ihren Titel über die 5000 m in 22:10, 46 Minuten souverän vor Lidia Zentner (Gazelle Pforzheim/Königsbach) (22:45,85 Minuten) verteidigen. „Über diese Titelverteidigung habe ich mich sehr gefreut, zumal die Zeit um ca. 22 Sekunden schneller war als im Vorjahr“, befand die Meisterin des Jahres 2019.
Auch am zweiten Wettkampftag absolvierte Göttnauer einen Doppelstart. Die 400 m lief sie in 1:21,85 Minuten. Das war Rang sechs. „Ob ich damit mein Ziel, die Qualifikation für die deutsche Nationalstaffel der 4 x 400 m bei der EM in Venedig (5. - 19. September) erreicht habe, ist noch offen“, wartet Göttnauer die nächsten Tage ab.
Über die 1500 m war nicht mehr drin als Silber. „Die 5000 m vom Vortag stecken mir doch noch in den Beinen“, machte Göttnauer, die als Titelverteidigerin startete, als Grund aus. 6:10,47 Minuten waren Platz zwei hinter der überragenden Gerlinde Kolesa (MTV 1881 Ingolstadt). Sie war mit 5:57,46 Minuten nicht zu schlagen.

Ihren Abschied aus der W 35 hatte sich Anne Reuschenbach leistungsmäßig anders vorgestellt. Die Ausbeute von vier Bronzemedaillen ( Hammer (28,41m, Speer 32,48m, Diskus 32,51m und Dreisprung 9,61m sowie ein fünfter Platz im Kugelstoßen (9,96m) ist optimal. "Mit den Leistungen bin ich nicht zufrieden. Das lag auch am Dauerregen und Kälte. Das sind nicht meine Bedingungen. Im Speer- und Hammerwurf waren aber auch technische Schnitzer dabei. Der Diskuswurf war in Ordnung. Auch den Dreisprung ordnete ich so sein, da ich mit einer Kapselstauchung springen musste", meinte die Allrounderin.

Hochzufrieden trat Hattersheims Trainer Klaus Herber mit seinen Schützlingen Katja Popanda (W 50) und Volker Lellek (M 55) die Heimreise an. Weitspringer Volker Lellek bestätigte seine gute Form von der Hessenmeisterschaft. Mit 5,58 m gewann er Silber vor Ralf Berlin (LG Altmark) mit 5,57 m. Lellek wartete mit einer stabilen Serie (5,53 - 5,58 m) auf. Vom Meister Axel Dimmel (TSV Bayer 04 Leverkusen/5,68 m) war der Hattersheimer nicht weit weg. "Ich bin restlos zufrieden. Mit Ralf Berlin gab es einen spannenden Kampf um Silber", meinte der deutsche Vizemeister.

Für Vereinskollegin Katja Popanda (W 50), war es ein überaus erfolgreicher Einstieg in eine Deutsche Meisterschaft. Mit 9, 18 m legte sie eine neue Bestleistung hin. Der Lohn - Bronze bei der DM-Premiere. Damit hat sie ihre Weite von 9,09 m - gesprungen mit Rückenwind bei der Landesmeisterschaft - übertroffen. "Nach dem Ranking lag ich auf Platz fünf. Ich wollte die 9 m der Landesmeisterschaft unbedingt bestätigen. Das ist mir gelungen. Das dabei gar Bronze herausgekommen ist, freut mich sehr", war Katja Popanda von ihrer Leistung bei den "Deutschen" überrascht.
(rmü)

FM