LG Bad Soden / Sulzbach / Neuenhain

Bronze für Kai Strauch bei Hessenmeisterschaften

Es war schon wie so oft – bis zu den 400m-Läufen am Schluss des ersten Tage der Hessischen Meisterschaften in Fulda (9./10.6.18) musste die LG BSN warten, ehe die erste Medaille gewonnen wurde. Es sollte auch die Einzige bleiben. Sie ging einmal mehr an Kai Strauch, der z. Zt. das Aushängeschild der LG BSN auf der Bahn ist. In seiner Paradedisziplin über die Stadionrunde wurde er vor 4 Wochen Dritter bei den deutschen Hochschulmeisterschaften, sogar mit neuem Kreisrekord (48,23). Diesmal lief es nicht ganz so gut, denn zeitlich blieb er mit 49,01 um einiges hinter seiner Bestzeit. Aber auch ein Viertelmeiler ist keine Maschine, die auf Knopfdruck Bestzeiten ausspuckt. Und gerade de 400m sind ja ein ständiges Ringen um das richtige Tempo. Zu schnell angegangen endet schnell im „Sterben“ auf der Zielgerade – zu langsam heißt oft, dass die anderen am Schluss schon zu weit weg sind, wenn man aufdreht. Aber es war immerhin eine recht gute Bronzemedaille in einem insgesamt starken Feld bei den Männern. Auch Hendrik Becker, der mit 50,46 exakt dieselbe Zeit wie bei seiner bisherige Saisonbestzeit bei den Hochschulmeisterschaften lief, landete in Fulda auf einem sehr guten 5. Platz im vorderen Bereich – Rang 5 in einem Feld von 15 Teilnehmern. Mit einem etwas mutigeren Lauf in der zweiten Kurve wäre wohl etwas mehr drin gewesen. Für Patrick Gottschalk war es nach langer Verletzungspause der erste 400m Lauf überhaupt in diesem Jahr. Sein viel zu schnelles Anfangstempo zeigt schon, dass das Tempogefühl noch längst nicht wieder das ist. Die 400m verzeihen das nicht. Für eine Platzierung im vorderen Bereich reichte es daher nicht.
Paulina Risto hatte bei den Regionalmeisterschaften die Bronzemedaille über 400m der weiblichen U 18 gewonnen. Landesweit hängen die Trauben natürlich höher. Sie darf aber mit einer Steigerung ihrer Bestzeit um rd. 1/10 auf 63,74 und Rang 10 in Hessen durchaus zufrieden sein. Christina Richter (w U 18) konnte hingegen über dieselbe Strecke sich nicht verbessern und somit war auch ein Platz im Vorderfeld nicht erreichbar. Die zweite Athletin der LG, die ihre Bestzeit verbessern konnte, war Tara Heurung (w U 18). Sie blieb mit 28,06 über 200m knapp über der 28-Sekunden-Schwelle. Aber leider reichte auch diese Bestzeit nicht für einen Platz im Endlauf. Auch über 100m stellte sie sich dm Starter, kam aber nicht so richtig ins Rollen, blieb über 2/10 hinter ihrer PB und kam somit über den Vorlauf nicht hinaus.

Leider musste eine ganze Reihe von AthletInnen, die zum Teile durchaus mit Chancen auf vordere Plätze gewesen wären, aus unterschiedlichen Gründen passen. Krankheiten, Verletzungen oder Trainingsrückstand wg. Verletzungen waren die häufigste Ursache – u.a. Anne Gaugel, Naomi Heidrich, Paula Wendt, Ellise Meyer (die vorjährige Vizemeisterin über 400m H), Patrycja Krause, Steffen Trenk, Ermias Abrhaley (der in der Halle im Sprintfinale stand).

FM