LG Bad Soden / Sulzbach / Neuenhain

Jahresauftakt in der Halle in Kalbach

Eine Woche vor Beginn der verschiedenen Hessischen Hallenmeisterschaften bildete das traditionelle Hallensportfest der LG Eintracht Frankfurt am 7.1.18 in Kalbach nun schon zum 35. Mal den Aufgalopp ins neue Leichtathletikjahr.
Die LG BSN war mit 17 AthletInnen recht gut vertreten. Erwartungsgemäß hingen die Trauben wieder recht hoch, denn bei den riesigen Teilnehmerzahlen (darunter aus Bayern, NRW, BW, Rh-Pfalz) herrschte starke Konkurrenz. Allein in der Altersklasse w U 18 wurden über 60m 96 (!) Starterinnen gezählt.

Die LG-StarterInnen konzentrierten sich auf die 60m, 200m, 800m sowie die Staffeln; SpringerInnen und WerferInnen waren wie meistens nicht am Start. Für viele SchülerInnen und Jugendliche war es der erste Start in einer neuen altersklasse. Einige hatten die Hallensaison bereits im Dezember mit den Sportfesten in Frankfurt und Ludwigshafen begonnen und sich dort nochmal auf besseren Plätzen in der Vereinsbestenlsite einordnen können. Die Gelegenheit beim traditionellen Nikolaussportfest in Hanau wurde dagegen leider nicht wahrgenommen. Zum ersten Mal seit vielen Jahren waren dort keine LG-TeilnehmerInnen am Start.

Die besten Platzierungen jetzt in Kalbach holten die 4x200m-Staffeln der w U 20 (Platz 3) und der Frauen (Platz 4) sowie über 800m Till Müller (M 15/Platz 4 eine Altersklasse höher bei der U 18/2:20,01) und Patrycia Krause (Frauen/Platz 5). Patricia kam neu aus Friedberg und lief in ihrem ersten Wettkampf in neuem Trikot mit 2:31,37 gleich persönliche Bestzeit (PB) und schob sich damit auf Platz der Vereinshallenbestenliste (VBL).

Aber man darf nicht nur auf die absoluten Plätze schauen, sondern muss natürlich die Leistung einerseits „als Leistung an sich“ bewerten und sie dann auch in Relation zum Teilnehmerfeld setzten. Und da rückt z.B. Kai Strauch , eigentlich 400m-Spezialist, mit PB von 7,22 im Vorlauf über 60m und Platz 13 von 66 (!) Teilnehmern schon ganz anders ins Licht. Er qualifizierte sich für den B-Endlauf, in dem er in ebenfalls 7,22 guter 5. Rang 5 ist auch sein Platz in der VBL. Steffen Trenk wurde mit 7,34 immerhin noch 21.

Auch Leeloo Pruy (W 15) musste sich in einem riesigen TN-Feld von 96 Läuferinnen bewähren und zudem in der höheren Altersklasse U 18, was ihr mit neuer PB von 8,45 (Rang 5 VBL) und Platz 36 auch sehr gut gelang. Auch Eva und Mirja Wagner (W 15) starteten eine Altersklasse höher bei der w U 18 und zudem noch, neben den 60m, über die ungewohnte 200m-Distanz. Mit 29,32 (Mirja) bzw. 29,71 (Eva) unterboten beide die 30-Sek-Schwelle. Über 60m liefen sie 8,84 (Eva, PB) bzw. 8,74 (Mirja, knapp über PB). Johanna Richardson (W 15) startete ebenfalls hoch und blieb mit 8,79 nur knapp über ihrer Bestzeit von 8,77.
Auch Natascha Unglaube und Michelle Henning (beide U 18) traten über 60m sowie 200m an. Natascha verbesserte sich über 60m um volle 3/10 auf 8,89 und blieb mit 29,32 über 200m unter der 30 Sek-Grenze. Michelle lief über beide Strecken mit 9,07 und 30,35 passable Zeiten.

Milan Zengeler (U 20) ist noch nicht wieder im Bereich seiner Bestleistungen (er hält mit 7,25 die VBL), kann aber mit 7,45 und Platz 6 im 60m-B-Finale zufrieden sein, zumal er jetzt in Darmstadt studiert und sich erst an den neuen Trainings- und Fahrrhytmus gewöhnen muss. Seinen ersten Wettkampf bestritt Konrad Hessling (U 20) über 60m. Man merkte ihm die Aufregung an und so sind seine 8,51 durchaus noch steigerungsfähig.

Im Hinblick auf die kommenden Hessenmeisterschaften wurden einige Athletinnen nur in der 4x200m-Staffel eingesetzt. So lief die Frauenstaffel (Platz 4/1:54,40) in der Besetzung Patrycia Krause, Silke Dittombée, Paula Wendt und Eileen Müller und die w U 20-Staffel(Platz 3/1:59,96) mit Helena Broj, Michelle Henning, Natascha Unglaube und Hannah Müller. Ihre Zeit bedeutet Rang 9 in der VBL.
FM